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Squash: Endlich olympisch! Die Hintergründe zu LA 2028

Squash: Endlich olympisch! Die Hintergründe zu LA 2028

„Warum sind wir eigentlich nicht olympisch?“ Nach Jahrzehnten der Frustration, gescheiterten Kampagnen und leeren Versprechungen ist der Fluch endlich gebrochen. Wenn im Sommer 2028 das olympische Feuer in Los Angeles brennt, stehen die weltbesten Squash-Profis auf dem Court. Doch wie genau kam es zu diesem historischen Durchbruch? Wer hat im Hintergrund die Fäden gezogen, welche Rolle spielen Fördergelder und was bedeutet dieses Momentum konkret für unsere heimischen Center und Vereine? Wir von OLIVER haben uns tief in die Sportpolitik gegraben, um euch die wahren Hintergründe zu liefern.


1. Wer hat den Olympia-Deal nach all den Jahren endlich eingefädelt?

Der Durchbruch gelang durch eine beispiellose, geeinte Allianz aus der World Squash Federation (WSF), der US Squash und der Professional Squash Association (PSA), die das lokale Organisationskomitee von LA28 strategisch überzeugten.

In der Vergangenheit scheiterten Bewerbungen (wie für London oder Paris) oft daran, dass der globale Verband und die professionelle Tour (PSA) nicht mit einer lauten, gemeinsamen Stimme sprachen. Für 2028 änderte sich das radikal. Unter der Führung von WSF-Präsidentin Zena Wooldridge und Kevin Klipstein (US Squash) wurde eine maßgeschneiderte Kampagne gefahren. Die Entscheidung traf letztendlich nicht primär das IOC in der Schweiz, sondern das lokale Organisationskomitee von LA28 um den Vorsitzenden Casey Wasserman, das das Recht hatte, eigene Sportarten vorzuschlagen. Im Oktober 2023 auf der IOC-Session in Mumbai wurde dieser Vorschlag dann endgültig und offiziell ratifiziert.


2. Warum hat das IOC genau jetzt für LA 2028 "Ja" gesagt?

Das Komitee stimmte zu, weil die USA aktuell der am schnellsten wachsende Squash-Markt der Welt sind und moderne Vollglas-Courts als spektakuläre „Pop-up-Arenen“ perfekt zum urbanen, kosteneffizienten Konzept von LA passen.

Die Zeiten, in denen Squash ein reiner Keller-Sport war, sind vorbei. LA28 wollte Sportarten, die keinen teuren Stadionneubau erfordern. Squash lieferte das perfekte Argument: Ein hochmoderner interaktiver ASB-Vollglas-Court kann innerhalb von 48 Stunden buchstäblich überall aufgebaut werden – ob am Venice Beach, direkt vor dem Hollywood Sign oder in einer legendären Konzerthalle. Hinzu kommt der gigantische Boom des Sports in den amerikanischen Colleges und der Ivy League, was dem US-Komitee die nötige lokale Relevanz garantierte.


3. Der Geld-Faktor: Was ändert sich jetzt bei der staatlichen Förderung?

Durch den Olympia-Status fließen massiv staatliche Fördergelder der nationalen olympischen Komitees (wie dem DOSB) in die Squash-Verbände, was Vollzeit-Bundestrainer, Nachwuchsakademien und die finanzielle Absicherung von Profis ermöglicht.

Das ist der absolute Gamechanger für die Professionalisierung. Bisher waren nationale Squash-Verbände (wie der DSQV in Deutschland) oft von den großen Töpfen der Sportförderung abgeschnitten, da diese strikt an den olympischen Status gekoppelt sind. Jetzt öffnen sich Türen für Olympiastützpunkte. Junge Talente können als Sportsoldaten (z.B. bei der Bundeswehr) gefördert werden, sodass sie sich zu 100 % auf die PSA-Tour konzentrieren können, anstatt nebenbei als Trainer arbeiten zu müssen.


4. Wie verändert Olympia den Trainingsalltag auf der PSA-Tour?

Die Trainingssteuerung der Profis wird sich grundlegend verändern, da Spieler ihre gesamte physische und mentale Periodisierung nun auf diesen einen historischen Olympia-Zyklus im August 2028 ausrichten.

Bisher war der Gewinn der Weltmeisterschaft oder der British Open das Nonplusultra im Squash. Olympia hebt den Druck auf ein völlig neues Level. Für Veteranen wie Ali Farag oder Paul Coll wird LA28 das absolute, finale Karriere-Highlight sein. Gleichzeitig drängt eine junge, hungrige Generation von ägyptischen und amerikanischen Spielern nach oben. Wir werden in den nächsten vier Jahren eine noch extremere Athletik und Dichte an der Weltspitze sehen, da jeder Nationale Verband massiv in seine Spitzenathleten investieren wird, um eine der begehrten Medaillen zu holen.


5. Was bedeutet dieser Meilenstein für uns Amateur- und Ligaspieler?

Die Basis profitiert von einem immensen Image-Boost, der zu neuen Sponsorengeldern für lokale Ligen, einer Modernisierung veralteter Anlagen und einem massiven Zulauf im Jugendbereich führen wird.

Wenn unser Sport während der Spiele 2028 mit innovativen Kameraperspektiven und Herzfrequenz-Monitoren einem Milliardenpublikum präsentiert wird, löst das eine Kettenreaktion aus. Vereine, die jetzt schon smarte Jugendarbeit leisten, werden überrannt werden. Gleichzeitig wird der Druck auf Center-Betreiber steigen, Böden zu erneuern und Anlagen zu modernisieren. Egal ob du in der Bundesliga aufschlägst oder beim wöchentlichen Vereinsabend um die Ehre kämpfst: Rüste dich schon jetzt mit dem passenden Racket von OLIVER aus – die Courts werden in den nächsten Jahren voller, schneller und kompetitiver denn je!


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