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Padel Tennis: Zählweise & Regeln einfach erklärt

Padel Tennis: Zählweise & Regeln einfach erklärt

Für viele Anfänger ist die Padel-Zählweise der erste Berührungspunkt mit dem komplexeren Regelwerk. Sie ist direkt vom Tennis übernommen, aber das Verständnis von Einstand, Vorteil und Tie-Break ist entscheidend, um in engen Matches erfolgreich zu sein. Wir von OLIVER-SPORT erklären dir, wie du Satz und Match gewinnst und welche Regeln du kennen musst.

Bevor wir zu den Profi-Details kommen, hier eine kurze Auffrischung der Spiel- und Satzwertung:


1. Die Spielwertung (Game-Scoring)

Ein Spiel (Game) wird gewonnen, wenn ein Team vier Punkte erzielt hat und dabei mindestens zwei Punkte Vorsprung besitzt.

  • Der erste Punkt zählt 15.
  • Der zweite Punkt zählt 30.
  • Der dritte Punkt zählt 40.
  • Der Stand Null wird als Love oder Null bezeichnet.

Was bedeutet Einstand und Vorteil?

Der wohl spannendste Moment im Padel-Spiel ist der Einstand (Deuce). Er tritt ein, wenn beide Teams drei Punkte erreicht haben und der Spielstand somit 40:40 beträgt. Jetzt beginnt das Spiel auf Vorteil. Um das Spiel zu gewinnen, muss ein Team ab diesem Punkt zwei aufeinanderfolgende Punkte erzielen:

  • Vorteil (Advantage): Erzielt das aufschlagende Team den nächsten Punkt, erhält es den Vorteil Auf (Advantage In). Erzielt das Rückschlagteam den nächsten Punkt, erhält es den Vorteil Rück (Advantage Out).
  • Gewinn: Erzielt das Team mit Vorteil auch den darauffolgenden Punkt, gewinnt es das Spiel (Game).
  • Erneuter Einstand: Verliert das Team mit Vorteil den nächsten Punkt, fällt der Spielstand wieder zurück auf Einstand (40:40).

Dieser Prozess wird so lange wiederholt, bis ein Team zwei Punkte Vorsprung erzielt hat.

Profi-Wissen: Der Golden Point
Bei offiziellen Turnieren ist der "Golden Point" (Entscheidungspunkt bei 40:40) heute Standard, während in vielen Freizeit-Matches noch der klassische Vorteil ausgespielt wird. Beim Golden Point entscheidet der erste Punkt nach dem 40:40 direkt über das Spiel, ohne dass ein Vorteil ausgespielt wird. Im regulären Padel-Regelwerk wird jedoch der Vorteil ausgespielt.


2. Die Satzwertung (Set-Scoring)

Ein Satz (Set) ist gewonnen, wenn ein Team sechs Spiele gewonnen hat und dabei mindestens zwei Spiele Vorsprung hat (z. B. 6:4 oder 6:3). Herrscht Gleichstand bei 5:5, muss bis 7:5 gespielt werden. Bei einem Stand von 6:6 kommt der entscheidende Tie-Break zum Einsatz.

Was ist der Tie-Break?

Ein Tie-Break wird immer dann gespielt, wenn der Spielstand im Satz 6:6 erreicht. Er dient dazu, den Satz schnell zu beenden, ohne dass das Spiel ewig weiterläuft, bis ein 2-Spiele-Vorsprung erreicht ist.

Die Zählweise im Tie-Break:

  • Im Tie-Break wird nicht mehr mit 15, 30, 40 gezählt, sondern numerisch (1, 2, 3...).
  • Gewinn: Das erste Team, das sieben Punkte erzielt und dabei mindestens zwei Punkte Vorsprung hat, gewinnt den Tie-Break. (Beispiel: 7:5 gewinnt. Ein 6:6 führt zum Weiterspielen, z. B. 8:6 oder 9:7).
  • Der Aufschlag: Das Team, das als Nächstes an der Reihe wäre, beginnt mit einem Aufschlag. Danach wechselt das Aufschlagsrecht alle zwei Punkte.
  • Seitenwechsel: Die Teams wechseln nach den ersten sechs gespielten Punkten die Seite, danach alle weiteren zwölf Punkte.
  • Der Gewinner des Tie-Breaks gewinnt den Satz mit 7:6.

Wie wird das Match gewonnen?

Die meisten Padel-Turniere und Amateur-Matches werden als Best-of-Three-Sets gespielt.

  • Das Match ist gewonnen, sobald ein Team zwei Sätze gewonnen hat.
  • Steht es nach zwei Sätzen 1:1, entscheidet der dritte Satz das Match.

Tipp für Freizeitspieler: Viele Amateurspieler vereinbaren anstelle eines vollen dritten Satzes einen Match-Tie-Break (oft bis 10 Punkte mit 2 Punkten Vorsprung), um die Spieldauer zu verkürzen. Informiere dich vor dem Spiel immer, welche Regel in eurer Runde gilt! Viel Spaß beim nächsten Match... Am besten natürlich mit einem OLIVER-Racket!


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